Start von Aktion für Anleger und Privat-Trader

Ölpreis-Schock vom 20.4.2020

vor 4 Monate

Der Ölpreis-Schock vom 20.4.2020 könnten zahlreiche Kleinanleger und Privat-Tradern massive Verluste beschert haben! Wir starten eine Aktion für betroffene Anleger und Privat-Trader, die - abseits des allgemeinen Spekulations-Risikos - nun mit massiven Verlusten oder sogar Nachschuss-Forderungen konfrontiert sind, weil "professionelle" Spekulanten den Öl-Preis auf bis zu minus 38 US-$ je Fass gedrückt haben. Alle Details in unserer heutigen Medien-Aussendung, Teilnahme an der Aktion über unsere Vereins-Homepage!

Die meiden-Aussendung: 

 

COBIN claims: Historische Verwerfungen am Öl-Markt dürfen nicht zur Falle für Anleger werden!

„Professionelle“ Spekulanten haben sich verzockt: Aktion für betroffene Kleinanleger und private Trader gestartet / Juristische Schritte werden sondiert

Wien (OTS) - "Die historischen Verwerfungen am US-Ölmarkt dürfen nicht zur Falle für Anleger werden“, sagen Oliver Jaindl und Manfred Biegler, Vorstände der gemeinnützigen Plattform für Sammelklagen COBIN claims. Am Montag sind erstmals in der Geschichte die Futures (Mai) für die US-Rohölsorte WTI in einem negativen Preis-Bereich gewesen – in Spitzen bei minus 38 US-$ je Fass. „Was wir ein Irrwitz der Marktwirtschaft anmutet, dass jemand dafür Geld zahlt, wenn ihm jemand Öl abnimmt, ist leicht erklärt. Wie etwa noch Montagnacht unserer Zeit US-Börsen-TV-Sender berichtet haben, haben offenbar Spekulanten im großen Stil Öl-Futures gekauft. Da es sich bei den Käufern um keine Öl-Unternehmen handelte, die das Öl lagern können und auch alle Lagerkapazitäten wegen des derzeitigen Überangebots erschöpft sind, wussten die Spekulanten nicht, wo sie mit dem vielen Öl nun hinsollen. Unter Druck, verkaufen zu müssen, mussten sie sozusagen dafür zahlen, dass ihnen jemand das Öl abnimmt, da sie mit dem Rohstoff an sich als reine Finanz-Spekulanten natürlich nichts anfangen“, sagen die Vereinsvorstände.

Diese Verwerfungen beim US-Öl könnten nun weltweit auf Kleinanleger und private Trader massiv negative Auswirkungen haben, befürchten Jaindl und Biegler: „Viele Fonds-Bestandteile, ETFs, Kleinanleger-Zertifikate udgl. beziehen sich auf den toxischen Mai-Öl-Future der Amerikaner. Oft wissen das die privaten Marktteilnehmer nicht einmal, weil Emittenten die Produkte stark vereinfacht darstellen. Zwar wird der Öl-Future noch bis heute Nachmittag US-Zeit gehandelt, Private wissen aber vielfach nicht bzw. konnten dies wegen der chaotischen Kursstellungen nicht beeinflussen, wo sich Öl-bezogene Positionen befinden bzw. wo sie glattgestellt werden bzw. wurden. Wir rechnen daher damit, dass es zahlreiche Investments von Kleinanlegern gibt, die quasi über Nacht drastisch an Wert verloren haben – das Betrifft etwa ETFs oder Fonds, die unter anderem auch in Öl als Rohstoff investiert sind. Bei Anleger-Zertifikaten, CFDs oder anderen für Privatkunden entworfene Derivaten befürchten wir, dass Anleger nicht nur ihr gesamten Investment verloren haben, sondern ggf. jetzt - wie damals beim Franken-Kursschock - mit sehr hohen Nachschussforderungen, die ein Vielfaches des investierten Betrages ausmachen, konfrontiert sind.“

COBIN claims hat daher für Anleger eine Aktion gestartet. Zunächst sollen sie betroffene Anleger melden und angeben, in was sie investiert haben und ob ihr Investment an Wert verloren hat, gänzlich wertlos ist oder ob sie mit einer Nachschuss-Forderung konfrontiert sind. „Kein Kleinanleger hat jemals angenommen, dass der Ölpreis auf unter 0 US-$ fällt. Es kann nicht sein, dass nun Kleinanleger oder privater Trader für die Spekulations-Exzesse ,professioneller‘ Marktteilnehmer indirekt zahlen müssen. Es geht uns nicht um Fälle, bei denen etwa die Aktie eines Öl-Produzenten an Wert verloren hat, sondern um jene privaten Anleger und Trader, die aufgrund der Marktverwerfungen sich mit einem Verlust oder Nachschuss konfrontiert sehen, mit dem sie gemäß ihrer Risikoklassen-Einstufung niemals rechnen durften“, sagen Jaindl und Biegler. Dabei geht es vorrangig nicht um ein allgemeines Spekulations-Risiko, sondern darum, wie Verluste Privaten konkret zugeordnet wurden: „Betroffene können sich ab sofort über www.cobinclaims.at beim Verein melden. Wir sichten die Fälle und werden dann rechtliche Strategien mit den Betroffenen erarbeite und schließen nicht gerichtliche Verfahren gegen Emittenten von Anlage- oder Trading-Produkten für private Marktteilnehmer aus, wenn diese nun den von Spekulanten verursachte Massenschäden auf Private abwälzen wollen!“