Konkrete Hilfe für Frankenkredit-Geschädigte und Anleger

Bei Frankenkrediten ist Verjährung von Ansprüchen ein sehr großes Problem. Die finanzielle Misere, in der sich Tausende Kreditnehmer in Österreich befinden, wird dadurch aber nicht aus der Welt geschaffen. Die Politik unternimmt nichts, um das Problem zu lösen.

Angesichts der Tatsache, dass sich am 15. 1. 2018 – drei Jahre nach der Freigabe des Franken Kurses durch die SNB – die Verjährungs-Situation zusätzlich verschärft, hat sich der Verein entschlossen, Hilfe für Betroffene anzubieten. Ziel ist sozusagen, zu retten, was noch zu retten ist. Auch wenn die Durchsetzung von Ansprüchen generell als schwierig zu betrachten ist, haben Analysen ergeben, dass vielleicht dennoch rechtlich Ansatzpunkte gefunden werden können, die es lohnen, verfolgt zu werden.

COBIN claims bietet Betroffenen in vier Sammelaktionen Hilfe an. Sollten Sie unter eine der Kategorien von Geschädigten fallen, können Sie unverbindlich Ihr Interesse an der entsprechenden Aktion melden. Für die Meldung Ihres Interesses an den Aktionen fallen keine Kosten an. COBIN claims ist ein nicht gewinnorientierter Verein, bitte beachten Sie die weitere Kommunikation von COBIN claims per eMail!

  • Aktion 1: „Weg mit verlustreichen Tilgungsträgern!“. 
    Eine Analyse hat ergeben, dass Banken vielfach die Kredite mit Tilgungsträgern unterlegt haben, die das Risiko von Währungskursveränderungen nicht neutralisiert, sondern im Gegenteil den Schaden dadurch potenziert haben. Diese Konzepte waren daher von Anfang an fehlerhaft – daraus ergeben sich Rechtsansprüche. 
     
  • Aktion 2: „Hilfe für Stop-Loss-Opfer“. Nach der Kursfreigabe durch die SNB am 15.1.2015 erlitten viele Kunden aufgrund der Turbulenzen am Währungsmarkt teils enorme Schäden, da zur Absicherung gedachte Konvertierungen ihrer Kredite weitab der ins Auge gefassten Kurse ausgeführt wurden. Ihre Ansprüche verjähren in Kürze. Melden Sie HIER Ihr Interesse an der Aktion, wenn Sie durch die Kursfreigabe im Jänner 2015 Schäden erlitten haben, die Ihre Bank nicht oder nur teilweise (im Zug des Moratoriums) ausgeglichen hat. 
     
  • Aktion 3: „Hilfe für falsch beratene/vertröstete Kunden“: Viele Kreditnehmer wurden zwar formal über Risiken aufgeklärt, oftmals stellte sich aber heraus, dass in persönlichen Gesprächen durch Berater die Risiken untertrieben wurden und bei Kunden die Hoffnung erweckt wurde, dass in ein paar Jahren das Kredit-Arrangement schon wieder ins Lot komme. Diese Auskunft war falsch! Im Lichte der OGH-Judikatur kann je nach Lage des Falls NICHT von einer Verjährung der Ansprüche ausgegangen werden, auch wenn es Banken gerne anders darstellen.  
     
  • Aktion 4: „Schadenersatz für unrichtige Abrechnung“: Am 15.1.2015 waren zahlreiche Anleger und private Trader in Kapitalmarktprodukten mit Basis Euro-Franken investiert. Nach dem Schwellenbruch des Franken wurden vielfach Kunden Ausführungskurse ihrer Orders mitgeteilt, die zuungunsten der Kunden nachträglich von Banken/Brokern abgeändert wurden. Fälle sind bisher von der dänischen Saxo-Bank bekannt. Melden Sie HIER Ihr Interesse an der COBIN claims-Aktion, falls auch Ihnen als Anleger oder Privat-Trader nachträglich schlechtere Ausführungskurse verrechnet wurden! Achtung: Diese Ansprüche verjähren am 15.1.2018!  

          !!! Bitte beachten Sie, dass wir aus organisatorischen Gründen die Aktionen 2 und 4 per 14.12.2017 schließen!

Weiteres Vorgehen: 

  • 1.) Daten-Erfassung: Durch die Bekanntgabe, in welcher Geschädigten-Gruppe Sie sich vermuten, erfolgt eine Grob-Gruppierung. Sie erhalten einen Detail-Fragebogen zur Fall-Erfassung zugeschickt. All das ist kostenlos, das Ausfüllen des Fragebogens aber Bedingung, damit wir Ihren Fall weiter bearbeiten können.
  • 2.) Detail-Prüfung Ihres Falls: Ziel der nicht gewinnorientierten Plattform COBIN claims ist, bei Massenschäden für Betroffene im "Sammelpack" günstig Hilfe organisieren zu können, die sonst für jeden Betroffenen einzeln vermutlich sehr viel teurer wäre ("Geschädigten-Genossenschaft": Erzielung von Kostenvorteilen durch Mengen-Effekt).  Folgendes ist im Fall bereits umgesetzt bzw. wird Anfang 2018 realisiert:
    a) Prüfung des Kredits auf Verjährung/Beratungsfehler/sonstige Rechtsprobleme durch einen Rechtsanwalt: Organisationskostenbeitrag 288 € inkl. USt; Sie erhalten dadurch eine Rechtsauskunft "mit Brief und Siegel", ob und in welchem Ausmaß Rechtsansprüche bestehen; diese Beratung empfiehlt sich vor allem bei Betroffenen, die bis weit ins Jahr 2015 hinein falsch beraten wurden oder bei denen der Schaden herunter gespielt wurde. Hier liegt der Fokus auf rechtlichen Aspekten, Ansprüche geltend zu machen.
    b) Prüfung, ob das Tilgungsträger-Konzept an sich fehlerhaft war - von Anfang an: Gutachten von einem Wirtschaftssachverständigen, ob sozusagen die Rechnung nie aufgehen hatte können bzw. ob Tilgungsträger das Kursrisiko nicht wie erforderlich neutralisiert, sondern gar nicht beeinflusst oder sogar noch erhöht haben (in Vorbereitung; Organisationskostenbeitrag folgt).
    c) Fehlerhafte Zinsberechnung bzw. Schaden gegenüber einem Euro-Kredit bei richtiger Beratung/Tilgungsträger-Komposition ggf. unter Berechnung von Negativ-Zinsen (in Vorbereitung; Organisationskostenbeitrag folgt).
  • 3.) Anspruchsdurchsetzung: Sollten Ansprüche bestehen, besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer einzelnen Rechtsverfolgung (idealerweise mit Rechtsschutz). COBIN claims plant, Gruppen von Geschädigten zusammenzufassen und sich danach um eine Finanzierung von Sammel-Prozessen zu bemühen. Parallel dazu wird die Möglichkeit einer außergerichtlichen Betreibung mit anwaltlicher Begleitung angedacht.